19 Juni 2012

The Revolver Shoots # 9: Sieben Sätze zur Befindlichkeit der Kulturindustrie


1. Es wird dauernd von (geistigem) Eigentum geredet, wo von Arbeit gesprochen werden müsste.

2. Verwertungsgesellschaften wie die GEMA verdienen Millionen am Verkauf von Computern und Speichermedien, werden aber nicht müde, deren Nutzung als Diebstahl zu verleumden.

3. Analoges lässt sich am Verhältnis von Großverlegern zum Internet konstatieren. Ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist ein demokratiefeindliches Monopolrecht.

4. Fernsehen ist das zentrale Propagandamedium der neoliberalen Elite; seine zensierten Erzählungen arbeiten an der Etablierung und Zementierung des Mangels. Die Tatort-Autoren sollten sich besser nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

5. Es gibt kein Recht auf Reichtum. Sven Regener nagt nicht am Hungertuch. Ich schon.

6. Mit dem Budget eines 100-Millionen-Dollar-Films ließen sich 100 Eine-Million-Dollar-Filme oder 1000 Hunderttausend-Dollar-Filme drehen.

7. Aufgeklärte Menschen können nur ein Interesse an der Vernichtung, nicht aber am Bestand einer solchen Kulturindustie haben.

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